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Rezensionen

Derzeit ist Zeit für ein „Bildungs-Gipfelchen“ (DIE WELT). Einen ausgesprochen „dicken Brocken“ bieten hierzu aktuell zwei engagierte Lehrer: Karin Brose und Wolfgang Pfaffe: Survival für Lehrer, Göttingen 2008 (Vandenhoeck und Ruprecht).
Die beiden Autoren beschreiben den „Überlebenskampf“ der Lehrer – immerhin „nicht ganz unwichtige“ Protagonisten im Bereich von Bildung und Schule.
Dies erfolgt mit viel Humor und auch mit viel Ernst, aufgrund von umfassender Erfahrung, viel Engagement für den wunderbaren Beruf Lehrer, wenn man ihn denn mag und dafür geeignet ist.
Insofern könnte die Publikation durchaus auch lauten:
• Willst Du wirklich Lehrer werden?
• Weißt Du, was da alles auf Dich als Lehrer zukommt?
• Bist Du dazu überhaupt in der Lage –
willst Du einen Job oder spürst Du eine Berufung?
Antworten auf diese und viele andere Fragen werden im umfangreichen Teil II – Wie kann man den Lehrer-Alltag erfolgreich(er) bewältigen? – gegeben. Antworten, die entmutigen können, die aber auch motivieren, weil die Lösung direkt oder indirekt erkennbar ist.

Erkennbar íst aber auch – und dies macht einen großen Teil des Wertes dieses Buches aus –, dass gerade für den anspruchsvollen Beruf eines Lehrers nicht jeder „Gutwillige“ und auch nicht jeder „Intelligente“ geeignet ist. So beginnt der zentrale Teil II mit Hinweisen auf „Das richtige Studium“ bzw. mit einer „Gewissens-Erforschung“ der eigenen Berufung.
Fortgesetzt wird dieser Gedankenkreis mit Teil IV – Die größten Herausforderungen“ – eines Lehrers im kompetenten – konsequenen und zugleich verständnisvollen – Umgang mit sog. Benachteiligten, Kriminellen, Frühreifen, Mißbrauchten und Verwahrlosten.

Die Gewissens-Erforschung schließt ab mit der Frage in Teil VI: Welcher Lehrertyp sind Sie?
Es folgt die Beschreibung von sechs möglichen „Typen“: Manager, Kumpel, Sanfter, Komiker, Aussitzer und Leitwolf. Es handelt sich um spezielle Varianten von Eigenschafts-Bündeln, Grundlage der bekannten Persönlichkeits-Typen, die durch Selbst-Analyse individuell erfahrbar – und auch akzeptierbar – gemacht werden können. Dies ist eine besondere Stärke des Bildungs-Konzepts STUFEN zum Erfolg, vor allem mit dem zentralen Baustein „Erfolg durch Persönlichkeit“. Die besonderen Aussagen des STUFEN-Konzepts werden in den dargestellten „Lehrer-Typen“ sehr deutlich: Jeder Typ hat Stärken und auch Nicht-Stärken. Für den Lehrer kann es – existenziell! – wichtig sein, an seinen erkannten Nicht-Stärken zu arbeiten, wenn er nicht nur „überleben“, sondern im Beruf glücklich sein will.
Er muss aber auch erkennen, dass „die Dosis das Gift macht“, d. h. dass die Übertreibung der Stärken zu Schwächen führt, worauf die Umwelt – Schüler, Kollegen und nicht zuletzt auch die Eltern – sehr sensibel, sprich oft negativ, reagiert.
Dies wird im Teil V – Die Todsünden – sehr anschaulich beschrieben, z. B. mit Besserwisserei, Unpünktlichkeit und Ungeduld.
Andererseits ist Thema der Publikation auch die „Hilflosigkeit“ bzw. Abhängigkeit der Lehrer und der Qualität ihrer Arbeit von Verwaltung und Bürokratie: III. Wo uns die Bildungspolitik im Stich läßt.

Besonders für Interessenten am Lehrberuf, und zwar vor Beginn des Studiums!, aber auch für Eltern, ist das Buch nahezu eine Pflicht-Lektüre: Es hilft, Vorurteile zu erkennen und zu beseitigen, und zwar sowohl rosa-rote als auch schwarze (nicht parteipolitisch gemeint!).
Auch dem Praktiker kann das Buch helfen, indem es ein ungeschminktes Feedback gibt, zwar sehr allgemein: Jeder Lehrer kann – und sollte – sich fragen: Trifft dies etwa auf mich zu?
Dies gilt auch für den „Richtigen Auftritt“, zu dem in Teil I wichtige Hinweise gegeben werden.
Das Buch ist hilfreich, locker und spannend geschrieben, gut gegliedert und gibt viele wertvolle und nachdenkenswerte Anregungen!

Prof. Dr. Hardy Wagner
Vorsitzender des Kuratoriums Stiftung STUFEN zum Erfolg
Ehren-Vorsitzender GABAL e. V.


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“Der Schulalltag ist gnadenlos"... und nicht jeder Pädagoge weiß richtig damit umzugehen. Zwei, die es wissen müssen, die Hamburger Studienrätin Karin Brose und der Trainer in der beruflichen Bildung Wolfgang Pfaffe, versuchen ihren Kollegen mit ein paar weisen Ratschlägen, Tipps und Tricks den Alltag zu erleichtern.

Sofort wenn man das Buch von Frau Brose und Herrn Pfaffe in die Hände bekommt, zaubert es einem ein Lächeln auf die Lippen. Der Titel und das Cover vermitteln: das Buch ist ernst gemeint aber in jeden Fall keine trockene Studienlektüre wie in den Pädagogik-Vorlesungen in der längst vergangenen Uni-Zeit.

Doch auch der Cartoon auf dem Cover vermittelt schon die ersten wichtigen Ratschläge: Selbstsicherheit, Ruhe und Sympathie. Die fröhlich lächelnde, gut gekleidete Lehrerin, die ihren Fuß auf dem Rücken des Rabauken, mit der Zwille in den Händen, hat, um diesen zu bändigen, vermittelt genau das: Bloß nichts gefallen lassen.

Doch leichter gesagt als getan: Wie die Autoren schon im Klapptext klarstellen, Lehrer haben es heute nicht mehr leicht. “Lehrerhasser haben Konjunktur". Schlechter Ruf, geringe Bildungsvoraussetzungen, heruntergekommene Schulgebäude, immer aufmüpfigere und selbstsichere Schüler, steigende bürokratische Anforderungen und Zeitdruck machen das Lehrerleben zu einem einzigen Albtraum. Da leidet die Kompetenz der Lehrer und Lehrerinnen gewaltig und das obwohl Brose und Pfaffe schon im Vorwort feststellen, dass sich eine gute Lehrkraft doch eigentlich dadurch auszeichnet, dass sie neben einem gutem Wissensvermittler auch gleichzeitig Sozialarbeiter ist. Auch wird schon im Vorwort klar gestellt: Das Buch ist nicht nur für Lehrer mit Erfahrungen gedacht um kleine Problemchen aus dem Weg zu schaffen. Genauso richtet es sich ebenfalls an Studienanfänger, die sich ihre Berufswahl nochmal ganz genau durch den Kopf gehen lassen sollen.

Schon auf den ersten Blick macht das Buch einen guten Eindruck. Mit nur 160 Seiten und recht großer Schrift, ist es die perfekte Lektüre für Zwischendurch. Die kurzen, höchstens vierseitigen Kapitel lassen sich schnell in der Mittagspause zwischen Deutsch in der 10. und Geschichte in der 7. Klasse lesen. Das Buch gliedert sich in sechs unterschiedliche lange Oberkapitel von “Auf den richtigen Auftritt kommt es an" und“Wie kann man den Lehreralltag erfolgreich bewältigen“ über “Wo uns die Bildungspolitik im Stich lässt" und “Die größten Herausforderungen" bis hin zu “Die Todsünden" und “Welcher Lehrertyp sind Sie?".

In zahllosen Unterkapiteln kommen die Autoren dann von der Bedeutung des ersten Eindrucks, Blickkontakts,der Stimme und der richtigen Kleidung über heikle Themen wie “Eine Mutter stirbt", Ali muss Gymnasium gehen!" und “Mobbing unter Kollegen" zu Todsünden wie “Besserwisserei", “Unpünktlichkeit" und “Ungeduld". Bevor am Ende ein Kapitel über Lehrertypen wie zum Beispiel “Den Manager", “Den Kumpel" und “Den Komiker" folgt. Selbst wenn man sich dort nicht einordnen kann, Spaß macht das Lesen des Buches in jedem Fall. Mit Sicherheit findet sich jeder Lehrer mit nur ein paar Jahren Erfahrungen hier und dort wieder und wünscht sich beim Lesen das Buch nur ein paar Monate früher gehabt zu haben. “Marias Leistungen haben nachgelassen. Sie schaut träumend aus dem Fenster. Ich erfahre, dass die Krebserkrankung ihrer Mutter so weit fortgeschritten ist, dass es keine Hoffnung mehr gibt."

Mit Situationsbeschreibungen wie dieser schaffen die Autoren es den Leser am Anfang eines jeden Kapitels genau in die betreffende Situation zu katapultieren und regen ihn zum Nachdenken über sein eigenes Verhalten an. Der Text besteht nicht aus einer Aufzählung von Ratschlägen und Tipps sondern die Autoren lösen die Probleme indem sie die Situationen schildern, wie sie sein müssten und zusätzlich am Ende eines jeden Kapitels die Schlussfolgerung zusammen fassen. Durch eine angenehme Sprachwahl und einen lockeren Schreibstil ist das Buch ebenfalls nicht nur etwas für Deutsch-Pädagogen sondern für Jedermann sehr gut verständlich.

Das Buch “Survival für Lehrer" ist in jedem Fall sehr empfehlenswert. Es hält so einige Dinge bereit, die den Lehreralltag angenehmer und lockerer gestalten können. Die Autoren sprechen aus Erfahrung.

Von Juliane Pohl
www.stellenboersen.de/buchtipps/job-karriere/zeitmanagement/0810survival-lehrer.html


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Ein notwendiges,längst überfälliges Buch, das aus dem reichen Erfahrungsschatz der Verfasserin die ungeschminkte Realität des Lehreralltags im deutschen Bildungssystem schonungslos und mutig darstellt. Dazu werden in vielen anschaulichen Situationen und praktischen Beispielen die Schwierigkeiten,Hindernisse und Probleme aufgezeigt,die den Lehreralltag kennzeichnen.

Das Buch gewinnt seinen besonderen,zusätzlichen Wert durch eine Vielzahl von erprobten,erfolgreichen Handlungsempfehlungen für Lehrer und Studierende des Lehramtes. Ein erfolgreiches Lehren und Lernen wird dadurch wesentlich gefördert.

Darüberhinaus werden die Bildungspolitik und deren Versäumnisse nicht nur zutreffend kritisch erörtert,sondern auch Lösungsmöglichkeiten für eine wirksamere Bildungspolitik aufgezeigt.

Eltern,Verwandte und Freunde erhalten ein vertieftes Verständnis für die Schulsituation ihrer Kinder und können sich dadurch besser für deren Schulerfolg einsetzen.

Dirk Gebauer (Hamburg)


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Welches Buch soll man einem geplagten Lehramtskandidaten, egal, ob Sohn oder Tochter, zu Weihnachten schenken?
Oder einem Juristen, der sich in der Partei als Bildungspolitiker versucht?
Oder einer liebenswerten Kollegin, die sich wegen des Burn-out Syndroms in der Kur befindet?
Ganz einfach: „Survival für Lehrer“ von Karin Brose und Wolfgang Pfaffe.

Ein ausgezeichnetes Buch über die großen und kleinen Sorgen des Schulalltags und wie man mit ihnen umgeht. Nur scheinbar Nebensächliches wird Angesprochen: „Die richtige Kleidung„ oder „Angst kann man riechen“. Klartext geredet: „Manche Eltern sind unverschämt“ oder „Ali muss Gymnasium gehen“. Stellung bezogen: „Falsche Schlüsse aus PISA“ oder „Bildung statt Braunkohle“. Ein Buch, das aufklärt, ohne dauernd mit dem Zeigefinger rumzufuchteln. Ein hilfreiches Buch. Und vor allem: Ein Buch, das nicht nur lesenswert ist, sondern auch gut zu lesen."

Dr. Jörg Hellmann
www.hildesheimer-literaturverlag.de